Besseres Freistellen mit Vollformat-Sensor

By 27. MĂ€rz 2018MĂ€rz 10th, 2019Freistellen
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Wenn es um Produktfotos geht, dann werden von vielen Online-Shops und Werbeagenturen freigestellte Aufnahmen gewünscht. In aller Regel macht sich niemand Gedanken, mit welcher Digitalkamera die Ursprungsfotos erstellt werden. Dabei kann für eine spätere Bildbearbeitung der verwendete Sensor eine wichtige Bedeutung darstellen.

Die unterschiedlichen Bildsensoren

Wenn mit einer hochwertigen Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera fotografiert wird, können Sie hier grundlegend drei verschiedene Sensorformate finden. Olympus und Panasonic verwenden beispielsweise das Micro-Four-Thirds- bzw. Four-Thirds-Format mit 21,63 mm Bilddiagonale. Viele gängige Spiegelreflexkameras nutzen dagegen das APS-C- bzw. DX-Format mit 27 bis 28 mm Bilddiagonale. Profis nutzen Vollformatkameras, die das FX-Format mit 43,26 mm Bilddiagonale aufweisen.

Maßgeblich für nahezu alle Bildformat ist das ursprüngliche Kleinbildformat mit 24 x 36 mm Größe. Dieses entspricht dem Vollformat professioneller DSLRs. Bei den anderen Formaten spielt der Crop-Faktor hierbei eine wichtige Rolle. Dahinter wird verstanden, dass ein kleinerer Sensor zu einer Verkleinerung des Bildwinkels führt. Eine solche Verkleinerung wird dann auch als Ausschnittvergrößerung bezeichnet. Viele System- und Spiegelreflexkameras, die nicht mit einem Vollformatsensor ausgestattet sind, versuchen anhand des Crop-Faktors einen Ausgleich herbeizuführen. Vereinfacht ausgedrückt sieht der Bildsensor eines 50 mm Objektivs nur einen 1,5 bis 1,6 Mal kleineren Ausschnitt als das ursprüngliche Kleinbild- bzw. Vollformat. Um denselben Bildausschnitt zu bekommen müsste anstelle des 50 mm Objektivs ein 80 mm Modell verwendet werden.

Unabhängig von einer möglichen Schärfentiefenveränderung und den Problemen mit dem Crop-Faktor kann eine Vollformatkamera wesentlich mehr Details aufnehmen als ein Modell mit APS-C-Sensor. Zudem erhalten Sie dadurch wesentlich schärfere Fotos mit weniger Bildrauschen. Durch den fehlenden Crop-Faktor erhalten Sie eine geringere Tiefenschärfe. All diese Vorteile bewirken auch bessere Produktfotos, die sich dann ggf. auch besser freistellen lassen.

Achtung vor der Bildgröße

Wenn Sie eine Vollformatkamera nutzen, sollten Sie zum Foto freistellen einen Hintergrund wählen, der zum Motiv einen optimalen Kontrast bietet. Dadurch erleichtern Sie es der Bildbearbeitung, das Motiv besser vom Hintergrund loszulösen. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Sie zwar das Foto mit perfekter Auflösung mit einer Vollformatkamera erstellt haben, Sie hierdurch aber auch enorme Datenmengen später verarbeiten müssen. Dies wirkt sich insbesondere dann aus, wenn Sie ein Produktfoto auch noch im RAW-Format ablegen.

Nicht jeder Fotograf ist technisch so ausgerüstet, dass solch riesige Bilder bequem mit einer Bildbearbeitungssoftware bearbeitet werden können. In diesem Fall bietet sich ein professioneller Freistellservice geradezu an. Bei uns müssen Sie lediglich die große Bilddatei senden, wir kümmern uns um den Rest.

Mit den großen Bilddateien erhalten wir auch ausreichend Informationen an die Hand, um daraus die perfekten Fotos zu kreieren. Insgesamt kann es sich lohnen, wenn Sie Produktbilder mit einer Vollformatkamera erstellen. Den Qualitätsunterschied werden Sie aber erst im direkten Vergleich mit einer anderen Kamera feststellen.

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