Vier Zukunftsszenarien des eCommerce

By 23. März 2017Onlineshop
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Der eCommerce ist auf dem Vormarsch. Das ist nichts Neues. Neu ist allerdings die Geschwindigkeit und die Dimension, mit der elektronische Einkauf in einem Online Shop das Kaufverhalten der Kunden und den Handel verändert. Die Studie Global E-Tailing 2015, die die Deutsche Post DHL vom Beratungsunternehmen Z_punkt erstellen ließ, kommt zu dem Schluss, dass der Anteil des Online Handels am Handelsvolumen bereits im Jahr 2025 40 Prozent ausmachen könnte – zumindest in den Industrieländern. Heute liegt der weltweite Anteil bei gerade einmal acht Prozent.

Um die Frage nicht offen zu lassen, wie die elektronische Einkaufswelt der Zukunft aussieht, haben die Wissenschaftler vier Szenarien entworfen.

Szenario Nummer eins schildert die konsequente Weiterentwicklung des derzeitigen Status quo. Soll heißen, dass Online Shops in erster Linie auf Multichannel Vertrieb setzen und der Einkauf jederzeit und an jedem Ort über jedes Device erfolgt. Der Erfolg eines Online Shops steht und fällt in diesem Szenario mit dem Preis. Allerdings gibt es interessante Entwicklungen, wie bspw. die zeitnahe Lieferung einer Bestellung an einen Wunsch-Ort.

In einem anderen Szenario zeichnet Z_punkt ein Bild mit einer weltweit existierenden kaufkräftigen Mittelschicht. Diese Mehrheit der wohlsituierten Menschen sucht in erster Linie nach Selbstverwirklichung, weshalb ihr Kaufverhalten stark an diverse Lifestyle-Prägungen gekoppelt ist. In diesem Szenario, was sich ebenfalls heute schon abzeichnet, werden im stationären Handel vor allem Premium-Produkte vertrieben. Die Online Shops bedienen den Massenmarkt.

Wearables wie sie heute schon in Form von Google Glass langsam die Welt erobern, stehen im Fokus des dritten Szenarios. Der Handel existiert primär online und unmittelbar. Durch Datenbrillen oder Kontaktlinsen eingeblendete Avatare werden zu ständig verfügbaren elektronischen Assistenten und Beratern, die den Kunden oft besser kennen, als er sich selbst…

Deutlich stärker an politische Entwicklungen gekoppelt ist das finale Szenario. Zur Neige gehende Ressourcen sowie steigende Energiepreise sorgen für eine Regionalisierung des Handels aufgrund der populärer werdenden Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der klassische Tauschhandel und Do-it-yourself-Bewegungen prägen dieses Szenario.