KfW gibt Online-Shop Start-ups eine Chance

By 6. Juli 2017E-Commerce, Onlineshop
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Es endlich wagen, seine Träume umsetzen, den eigenen Online-Shop starten. Es gibt nicht wenige Menschen, die eine gute Idee haben und im E-Commerce durchstarten wollen. Doch oft fehlt es am nötigen Kapital. An Kredite von Banken zu kommen, wird in Zeiten der niedrigen Zinsen immer schwieriger. Und von einer Venture-Capital-Szene wie in den USA kann man hierzulande nur träumen. In Deutschland klafft eine Lücke zwischen vorhandenem und benötigtem Wagniskapital von bis zu 600 Millionen Euro.

Nun kommt jedoch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Spiel. Klingt nach einem sperrigen Namen und einem langweiligen Unternehmen. Doch die neue Tochtergesellschaft soll genau das Gegenteil bewirken. Mit deren Mitteln sollen Start-ups in Deutschland gefördert werden. Wer bisher für seinen Online-Shop kein Kapital erhalten hat, bekommt nun eine neue Chance. Die Initiative ist ein gemeinschaftliches Werk von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Bundesfinanzministerium (BMF) und KfW.

BMWi-Staatssekretär Matthias Machnig: „Mit der heute beschlossenen Gründung einer KfW-Tochtergesellschaft macht die KfW den entscheidenden Schritt, um ihr Beteiligungsgeschäft neu auszurichten und marktgängiger zu gestalten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, das Wagniskapitalvolumen in Deutschland in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Dazu müssen wir die bestehende Finanzierungslücke schließen, damit Start-ups das nötige Kapital haben, um zu wachsen und sich am Markt durchzusetzen.“

Das Kapital erhalten junge Gründer von einem Online-Shop allerdings nicht direkt bei der KfW bzw. ihrer neuen Tochtergesellschaft. Vielmehr investiert die KfW-Tochter in Venture Capital Fonds. Diese wiederum stecken das Geld in Wachstum versprechende Geschäfte. In diese Sparte kann auch ein Online-Shop fallen, wenngleich der Fokus auf technologieorientierten Unternehmen liegt.

Der Startschuss für die neue Gesellschaft fällt im kommenden Jahr. Das operative Geschäft soll Mitte 2018 aufgenommen werden. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesellschaft ihr jährliches Investitionsvolumen auf 200 Mio. EUR steigern und so in den kommenden zehn Jahren rund 2 Mrd. EUR für wachstumsorientierte High-Tech-Firmen zur Verfügung stellen.