Dynamic Pricing: Die Marge erhöhen

By 23. März 2017Onlineshop

Die zahlreichen Verköufer an den Mittelmeerstränden machen es uns im Urlaub gerade vor. Wenn die Sonne scheint, sind die Sonnenbrillen teurer als an wolkigen Tagen. Und wenn es regnet, sind Regenschirme eben teurer als bei wolkenlosem Himmel. Die Anpassung der Preise an die aktuellen Marktbedingungen sind im stationären Handel kein Problem. Doch auch im Online-Handel sind Preisanpassungen durch intelligente Softwarelösungen möglich. Das Ganze nennt sich Dynamic Pricing und ist ein hervorragendes Instrument, um die Gewinnmarge zu erhöhen.

Die Software reagiert bei den Preisänderungen auf bestimmte Muster. Das kann zum Beispiel der Preis der Konkurrenz sein. Die Software scannt regelmäßig die Onlineshops der Konkurrenz und ändert die eigenen Preise entsprechend. Das erhöht nicht unbedingt die Marge, garantiert aber den günstigsten Preis im Wettbewerb. Um die Marge zu erhöhen, muss auf bestimmte Verhaltensmuster bei den Kunden reagiert werden. Sieht sich ein Kunde ein Produkt mehrmals an, so ist das ein Zeichen für ernsthaftes Interesse. Wenn ihm nun beim dritten Klick nicht mehr der niedrige Preis wie beim ersten und zweiten Mal angezeigt wird, dürfte das seine Kaufentscheidung beschleunigen. Denn beim nächsten Klick könnte der Preis schon weiter gestiegen sein.

Die meisten Onlinehändler nutzen vollständig durch Software generierte Preise allerdings nicht. Halbautomatische Varianten, in die der Mitarbeiter steuernd eingreifen kann, sind die beliebtesten Modelle und lassen sich problemlos an den Onlineshop anbinden.

Eine Warnung ist allerdings angebracht. Der Händler sollte nicht zu viel mit den Preisen experimentieren. Denn der Kunde erwartet nicht nur einen günstigen Preis, sondern auch eine stabile Preispolitik. Zu hohe Volatilität zerstört das Vertrauensverhältnis und der Kunde surft lieber einen Shop an, der eine höhe Stabilität und Zuverlässigkeit garanteirt.