Virtuelle Kleideranprobe: Zukunft des Mode-Handels

Wenn der Kunde bei einem Online-Händler Mode kauft, hat er immer dasselbe Problem. Er weiß nicht, wie die Kleidung später an ihm aussieht. Natürlich gab es in der Vergangenheit Verbesserungen in diese Richtung. Die Hollow Man Technologie ermöglichte es, Kleidung dreidimensional darzustellen und somit dem Kunden einen Eindruck davon zu vermitteln, wie das Kleidungsstück an einem Körper fällt. Hollow Man war der erste Schritt in die Richtung augmented reality. Der zweite Schritt ist heute schon bei einigen Online-Händler im Bereich Mode zu sehen: Die virtuelle Kleideranprobe.

Technisch funktioniert das für den Kunden so: Er macht von seinem Gesicht mit der Webcam ein Foto und lädt es auf die Seite des Online-Händlers. Dort wird es auf eine dreidimensionale Kleiderpuppe übertragen, die in ihren Maßen (Größe, Erscheinung) vom Kunden angepasst werden kann. Der Online-Kunde kann nun gleich ganze Outfits an seinem Avatar anprobieren. In einem weiteren Schritt könnte er anderen Kunden des Online-Shops erlauben, seine Outfits zu bewerten und letztlich das in seine Kaufentscheidung einfließen lassen.

Was muss der Online-Händler tun? Online-Händler benötigen ähnlich zur Hollow Man Technologie einen Bildbearbeitungsservice. Davon gibt es viele am Markt, doch nur wenige können die entsprechende Qualität liefern. Wie auch bei Hollow Man werden 3D Bilder von der Kleidung angefertigt, die dann der Kunde ganz einfach per Drag & Drop auf die Puppe ziehen kann.

Denkbar ist diese virtuelle Anprobe übrigens nicht nur bei Kleidung. Sie kann auch bei Schmuck oder Möbeln eingesetzt werden. Bei Letzterem wird das einzurichtende Zimmer des Kunden durch hochgeladene Fotos nachempfunden, sodass er die Möglichkeit hat, neue Möbel an die eigenen, virteullen Wände zu stellen.