Mode: Online-Händler hängen Läden ab

By 23. März 2017E-Commerce

Dass Mode gerade online zu den Boom-Branchen gehört, ist längst bekannt. Nun vorliegende Zahlen aus dem Monat März belegen einmal mehr, dass Online-Händler ihre stationäre Konkurrenz immer mehr abhängen.

Stationäre Händler, also das klassische Ladengeschäft in der Innenstadt, wenn man so will, mussten im März einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 4,2 Prozent hinnehmen. Auf der anderen Seite legten Online Shops um 1,8 Prozent beim Umsatz zu. Keine erdrutschartigen Zahlen, aber in einem rückläufigen Markt immerhin ein Plus.

Denn im Mode-Handel, das bestätigt Bernd Lochschmidt von den Konsumforschern der GfK gegenüber textilwirtschaft.de, herrscht derzeit ein negativer Trend. Außer Schuhe verkaufe sich nichts wirklich gut.

Die Online Shops legten beim Umsatz zwar nur 1,8 Prozent zu, aber die abgesetzte Menge an Artikeln stieg um 8 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss, dass Mode online deutlich billiger als im stationären Handel ist. Und das ist die große Sorge der stationären Händler, wie Lochschmidt bestätigt: „Es ist für die stationären Händler und darunter auch die Textildiscounter kein gutes Zeichen, wenn der Konsument stationäre Preissteigerungen online umgehen kann – und dann auch umgeht.“

Tendenziell bestätigen die Zahlen den Trend, dass sich der Verbraucher immer mehr in Richtung Online-Shops orientiert, wenn es um Mode geht.