Armbanduhr mit wenigen Hilfsmitteln fotografieren

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Interessante Produktaufnahmen stellen Armbanduhren dar. Hier kommt es in erster Linie auf die vielen Details auf dem Ziffernblatt an. Aber auch seitliche Darstellungen und Nahaufnahmen vom Armband dürfen für die Produktfotografie nicht vergessen werden. Vorteilhaft ist, dass nicht immer ein aufwändiges und teures Foto-Equipment vonnöten ist, um eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen.

Was wird für Produktaufnahmen von Armbanduhren benötigt?

Für einen sehr preiswerten und dennoch effektiven Aufbau werden lediglich
• zwei weiße DIN A4 Blätter,
• vier Wäscheklammern und
• zwei schwarze Fotokartons
benötigt.

Dieses Equipment kostet in aller Regel etwa 1 Euro. Anstelle von Fotolampen werden zwei Aufsteckblitzlichtgeräte benötigt. Entweder sind diese bereits vorhanden oder es gibt sie für wenige Euro auf den einschlägigen Online-Auktionsplattformen zu kaufen. Für einen gebrauchten Blitz muss niemand mehr als 30 bis 40 Euro ausgeben. Schließlich werden noch ein Funksender und ein Empfänger benötigt, damit der Blitz unabhängig vom Fotoapparat ausgelöst werden kann. Ideal ist es wenn einer der Blitze auf Slave geschaltet und mit einer Fotozelle ausgelöst werden kann. Sobald der Hauptblitz über den Empfänger aktiviert wird, wird der Slave-Blitz ebenfalls ausgelöst. Auf diese Weise können Motive von zwei Seiten gleichzeitig ausgeleuchtet werden.

Der Aufbau für die Fotosession

Zuerst wird die Armbanduhr mit dem Ziffernblatt nach vorne auf eine Tischplatte gelegt. Schöner ist es, wenn die Uhr auf eine Glasplatte gelegt wird, sodass sich später ein leichtes Spiegelbild vorne ergibt. Die beiden DIN A4 Blätter werden seitlich der Uhr aufgestellt. Dabei werden die Kanten umgeknickt und unten an den beiden Ecken eine Wäscheklammer angesteckt. Diese dienen als Standfuß, damit das jeweilige Blatt nicht umfällt.

Hinter der Armbanduhr wird der schwarze Fotokarton aufgestellt. Damit dieser nicht umfällt, kann ein schweres Buch als Stütze dienen.

Die beiden weißen Papierblätter dienen als Diffusor und sollten so ausgerichtet werden, dass hiermit das Ziffernblatt der Armbanduhr genau ausgeleuchtet wird. Hinter den Blättern wird jeweils ein Blitzlichtgerät platziert, dessen Blitz durch das Papier abgemildert wird.

Mit einem mittleren Teleobjektiv wird die Brennweite 200 mm benötigt. Bei einer Blende von f1/16 wird eine geringe Schärfentiefe erreicht, sodass der Hintergrund ehedem in Schwärze zerfließt. Praktisch ist natürlich die Verwendung eines Stativs. Soll aus der Hand geknipst werden, sollte wenigsten eine Belichtungszeit von 1/125 sek. bei ISO 100 gewählt werden. Über das rückseitige Display der Kamera lässt sich das Motiv sehr gut fokussieren.

Die Aufnahme nachbearbeiten

Grundsätzlich sollten mehrere Aufnahmen erstellt werden, um einen Vergleich zu erhalten. Das Zifferblatt sollte überaus deutlich zu sehen sein. Vorteilhaft ist, dass durch die seitlichen Blitzlichtgeräte und den beiden weißen Papierbögen sich der Blitz nicht auf dem gläsernen Zifferblatt spiegelt. Dennoch reicht die Helligkeit aus, um auch wirklich alle Details knackig scharf abzulichten.

Eine solche Aufnahme kann natürlich noch mit einer Bildbearbeitung nachbearbeitet werden. Wer die Armbanduhr auf einschlägigen Online-Portalen zum Verkauf anbieten möchte, benötigt jedoch perfekte, freigestellt Aufnahmen. Hier ist schon etwas mehr Erfahrung vonnöten. Wer sich die Arbeit ersparen möchte und dennoch perfekte Aufnahmen wünscht, sollte einen Freistellservice, wie zum Beispiel freistellen.de damit beauftragen.

Foto: Fotolia