Warum Spiegelungen bei der Fotografie reizvoll sein können

Freistellen Blog Produktfotografie Spiegelungen

Schatten & Spiegeleffekte können auch in der Produktfotografie besonders reizvoll sein. Nicht immer sind Bildspiegelungen auf den ersten Blick erkennbar. Natürlich können mit einer entsprechenden Fotobearbeitungssoftware die meisten Motive gespiegelt werden, jedoch haben echte Fotospiegelungen immer ihren ganz eigenen Reiz.

Die verschiedenen Möglichkeiten von Spiegelungen

Für jede Fotografin oder jeden Fotografen ist das Fotografieren von Spiegelungen anspruchsvoll. Dabei werden vornehmlich Landschaften oder Gebäude in stillen Gewässern gespiegelt aufgenommen. Spiegelungen verzaubern den Betrachter, da sich eine nahezu identische Umgebung zweimal und zwar auf dem Kopf gedreht, darstellen lässt. Interessant ist, dass es nicht immer nur Gewässer sein müssen, die eine Spiegelung hervorrufen, sondern auch große Glasfronten von Hochhäusern, glänzende Autolacke oder Rückspiegel von Fahrzeugen. Selbst kleine Christbaumkugeln können eine Spiegelung hervorrufen.

Gewässer spiegeln besonders gut

Bei Spiegelungen in Gewässern kommt es immer auf die Luftbewegung an. Gerade in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden sind die Wasseroberflächen meistens sehr ruhig und spiegelglatt. Selbst leichte Wellen können noch zu einem vernünftigen Spiegelbild führen. In den vorgenannten Zeiten reicht das Licht zum Fotografieren noch aus. Jedoch erstrahlt die Landschaft relativ warm und bietet somit einen guten Kontrast zur Wasseroberfläche.

Um eine solche Spiegelung bildfüllend zu fotografieren, ist es erforderlich, mit der Kamera möglichst nah an das Wasser heranzugehen. Hier ist auch schon eine wichtige Ausnahme von der bisherigen Fototechnik zu berücksichtigen. Bei Spiegelungen wird von der Drittel-Regelung abgewichen. Stattdessen sollte sich die Spiegelachse genau in der Bildmitte befinden. Nur so wird eine korrekte Symmetrie erreicht, sodass die Spiegelung wirklichkeitsgetreu und ohne Verzerrung abgebildet wird.

Fotografen können das gespiegelte Motiv weglassen und nur die Wasserspiegelung fotografieren. Hierdurch wird der Betrachter angeregt, den fehlenden Teil mit seinen Sinnen zu ergänzen.

Idealerweise sollten bei Spiegelungen ein Stativ benutzt werden. Um längere Verschlusszeiten zu ermöglichen, ist der Einsatz eines Graufilters zu empfehlen. Dieser kann ausreichend viel Umgebungslicht schlucken, welches ansonsten zu Überbelichtungen führen würde.

Selbst eine Pfütze kann als Spiegelung genutzt werden

Nach einem heftigen Regen bilden sich verständlicherweise auf den Straßen und Gehwegen enorme Wasserpfützen. Diese können ebenfalls als Spiegelung verwendet werden. Dabei sollte jedoch das gespiegelte Motiv mit der Kamera scharf gestellt werden. Dabei verschwindet der Asphalt um die Pfütze herum in Unschärfe. Auch hier eignen sich wieder die frühen Morgenstunden oder Abendstunden für besonders stimmungsvolle Aufnahmen.

Für die Produktfotografie Spiegelungen verwenden

Viele Produkte können mit Schatten & Spiegeleffekte aufgewertet werden. So lassen sich zum Beispiel Gebäudeaufnahmen dadurch eindrucksvoll darstellen. Aber auch kleinere Objekte können in einer Wasserpfütze ein tolles Spiegelbild ergeben. Hier ist Probieren angesagt. Der Fotograf sollte dabei auch einmal versuchen, den Aufnahmewinkel zu verändern oder das Spiegelbild komplett auf dem Kopf zu fotografieren.

Selbstverständlich lassen sich auch solche Aufnahmen über einen Bildbearbeitungsservice nachträglich noch nachbearbeiten. Tolle Effekte lassen sich durch ein Freistellen von Spiegelbildaufnahmen erreichen. Auf diese Weise könnte nur noch die Umrandung der Wasserpfütze mit dem darin stehenden Motiv sichtbar sein. Der Asphalt und weitere störende Hintergründe werden dabei herausgeschnitten. Wer mit der eigenen Bildbearbeitungssoftware nicht so richtig weiß, wie er vorzugehen hat, sollte sich an einen professionellen Freistellservice, wie zum Beispiel auf freistellen.de wenden.

Foto: fotolia