Retouren-Flatrate: Ein Modell für den deutschen Markt?

By 23. März 2017Onlineshop

Seit dem 13. Juni können Online Händler ihre Kunden für Retouren eigentlich zur Kasse bitten. Eigentlich. Natürlich würden viele Online Händler dies gerne tun, zumal es sich bei den Retouren um einen großen Posten auf der Ausgabenseite handelt. Doch in der Realität fehlt ihnen offenbar der Mut. Es wagt sich niemand, den ersten Stein zu werfen. Folglich haben die großen Player bereits vor dem 13. Juni angekündigt, darauf verzichten zu wollen, die Retour-Kosten auf den Kunden abzuwälzen. Von Retouren-Flatrate ist die Rede.

In den USA ist nun jedoch ein Modell gestartet, dass sich womöglich auch auf dem deutschen Markt etablieren ließe. Das Start-up Return Saver bietet Online-Kunden an, für 49 Dollar im Jahr unbegrenzt viele Pakete an unbegrenzt viele Online-Händler zurückzusenden. Als Kooperationspartner hat man FedEx gewonnen. Die Kunden müssen sich bei Return Saver eine Paketmarke ausdrucken und das Paket zur nächsten FedEx-Annahme bringen.

Nun stelle man sich das übertragen auf den deutschen Markt vor. Für 29 Euro im Jahr dürften Online-Kunden über einen großen Player wie DHL oder Hermes unbegrenzt viele Retouren verschicken. Die Online-Händler würden höhere Gewinne schreiben und diese teilweise als Rabatte an ihre Kunden weitergeben. Die Kunden hätten wir einen angemessenen Preis alle Freiheiten. Dazu würden DHL/Hermes etwas verdienen und ein Start-up gedeihen.

Dies ist natürlich nur eine Idealvorstellung und wahrscheinlich auch zu idealistisch gedacht. Aber einen Versuch ist es allemal wert.