M-Commerce: Deutschland überholt Großbritannien

Online Shop Produktfotografie Ebay

Über das Weihnachtsgeschäft für Online-Händler lässt sich viel schreiben und lesen. Dass es boomt, ist klar. Dass der stationäre Handel ein Auslaufmodell ist, ist ebenfalls jedem bewusst, der nicht auf dem Mond lebt. Und in welchen Segmenten Online-Händler am besten verdienen (Mode, Elektronik etc.), ist auch nicht mehr erwähnenswert.

Deshalb soll es heute ein Stück weit spezieller werden, tiefer in die Materie gehen. Denn eine kaum oder unzureichend beantwortete Frage ist, wie die Kunden der Online-Händler im Weihnachtsgeschäft einkaufen. Da lässt sich Erstaunliches entdecken, zum Beispiel mit dem Blick auf M-Commerce.

Zahlen aus einer Studie von RetailMeNot, einem Marktplatz für digitales Sparen, zufolge, wird der M-Commerce in Sachen Zuwachs zum Motor des Wachstums in Deutschland. Beispiel gefällig? Bittesehr: 2015 wurden in Deutschland 4,4 Milliarden Euro beim Weihnachtseinkauf über mobile Geräte ausgegeben. Und 2016? Sollen es 6,9 Milliarden werden! Da zieht es dem gemeinen Online-Händler doch glatt die Schuhe aus. Vor allem denjenigen, die das Thema mobile bisher verpennt haben – absichtlich oder auch nicht.

Deutschland wird Mobile-Land! 43,1 Prozent der Online-Umsätze im Weihnachtsgeschäft werden via Smartphone oder Tablet gemacht. Weltweit ist Deutschland damit Zweiter, knapp hinter den USA (43,9 Prozent) und vor Großbritannien (42,3 Prozent).

Die oben genannten 6,9 Milliarden verteilen sich übrigens recht brüderlich auf Smartphone (3,8 Milliarden) und Tablet (3,1 Milliarden). Zumindest noch. Denn während das Smartphone ein Wachstum von knapp unter 50 Prozent verzeichnet, sind es beim Tablet über 65 Prozent. Es deutet sich also ein Wandel an. Für Online-Händler heißt es einmal mehr: The trend is your friend.